Alle Schritte zur Homologation eines Trikes und um legal in Frankreich zu fahren

Ein Trike, das auf Basis einer Gold Wing oder einer Harley montiert wurde, thront in der Garage, das Kit ist montiert, die Schweißnähte sind sauber. Es bleibt nur noch die administrative Hürde. In Frankreich riskiert man mit einem nicht homologierten Motortrike die Stilllegung des Fahrzeugs und eine Geldstrafe. Das Verfahren läuft über die DREAL, erfordert eine solide technische Akte und eine ordnungsgemäße Zulassung. Hier werden die Punkte detailliert, an denen es wirklich hakt.

Technische Akte DREAL: Was die Projekte für handgefertigte Trikes blockiert

Bevor man überhaupt einen Termin vereinbart, bereitet man die Akte vor. Hier scheitern die meisten Projekte, insbesondere wenn die Umrüstung handwerklich erfolgt. Seit 2022-2023 wenden mehrere DREAL die europäische Regelung der Kategorie L5e (Motortrikes) und die Richtlinie 168/2013/EU strenger an. Die alten DRIRE-Schreiben, die man in Foren findet, gelten nicht mehr als verbindliche Referenzen.

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Konkret erwartet die DREAL eine technische Akte mit maßstabsgetreuen Plänen, Schweißzertifikaten und Festigkeitsberechnungen. Ein selbst geschweißter Schwingarm ohne Dokumentation wird nicht mehr akzeptiert. Seriöse professionelle Werkstätten lehnen mittlerweile bestimmte Projekte ab, da sie diese Nachweise nicht erbringen können. Wenn man von einem handelsüblichen Kit-Trike ausgeht, stellt der Hersteller normalerweise eine verwertbare technische Unterlage zur Verfügung. Wenn man selbst baut, benötigt man ein Ingenieurbüro oder einen Ingenieur, der die Berechnungen unterschreiben kann.

Um die anwendbare Regelung besser zu verstehen, insbesondere welcher Führerschein für Trikes auf Autos Actus, stellt die Kategorie L5e spezifische Anforderungen an Bremsen, Stabilität, Emissionen und Geräusch.

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  • Maßstabsgetreue Pläne des Chassis und der Hinterachse, mit dimensionalen Toleranzen gemäß den Herstellerstandards
  • Materialzertifikate (Stahl, Aluminium) und Protokolle der von einem qualifizierten Schweißer durchgeführten Schweißarbeiten
  • Berechnungsnachweis der Festigkeit des Verbindungsarms und des hinteren Bremssystems
  • Nachweis der Konformität der Reifen und der Beleuchtung (Homologation E oder e)

Frau, die ein Zulassungsdossier für ein Trike vor einer französischen Präfektur einreicht

Einzelgenehmigung (RTI): Der unvermeidliche Schritt in der technischen Präfektur

Sobald die Akte vollständig ist, stellt man einen Antrag auf Einzelgenehmigung bei der DREAL seiner Region (oder DRIEAT in Île-de-France). Die RTI ist der Verwaltungsakt, der bescheinigt, dass das Fahrzeug, einzeln betrachtet, die technischen Sicherheits- und Emissionsvorschriften einhält.

Das Fahrzeug wird physisch präsentiert. Der Prüfer überprüft die Übereinstimmung zwischen der Papierakte und der Realität: Geometrie, Befestigungspunkte, Beleuchtung, Herstellerplakette, Seriennummer. Die Rückmeldungen variieren in diesem Punkt je nach DREAL, einige verlangen zusätzliche Tests (Bremsen auf dem Prüfstand, Achslastmessung), andere begnügen sich mit einer gründlichen visuellen Kontrolle.

Kosten und tatsächliche Fristen der RTI

Das Budget für die Homologation ist ein Posten, den rein administrative Leitfäden oft nicht beziffern. Spezialisten wie Soopa/MTM Frankreich geben an, dass der Posten Homologation mehrere Hundert Euro ausmacht, einschließlich der Gebühren für die Vorbereitung der Akte und der DREAL-Gebühren. Dieser Betrag kommt zum Preis des Kits und der Arbeitskosten für die Umrüstung hinzu.

Was die Fristen betrifft, so vergehen in der Regel mehrere Wochen zwischen der Einreichung der Akte und der Einladung zur Präsentation des Fahrzeugs. In Stoßzeiten kann es sich noch weiter hinauszögern. Es ist besser, die DREAL des eigenen Departements anzurufen, bevor man alles plant.

Zulassung des Trikes nach Homologation: Konformitätsbescheinigung und Zulassungsbescheinigung

Nach der validierten RTI stellt die DREAL ein Empfangsprotokoll aus. Dieses Dokument ist der Schlüssel zur Erlangung der Zulassungsbescheinigung (Zulassungsbescheinigung). Ohne dieses Dokument wird kein Verfahren in der Präfektur oder auf der ANTS-Website erfolgreich sein.

Das Zulassungsdossier umfasst:

  • Das RTI-Protokoll, das von der DREAL ausgestellt wurde
  • Ein Identitäts- und Wohnsitznachweis des Eigentümers
  • Die Abtretungsbescheinigung, falls das Basisfahrzeug gebraucht gekauft wurde
  • Die alte Zulassungsbescheinigung des Ursprungs-Motorrads (durchgestrichen und unterschrieben)
  • Das ausgefüllte Cerfa-Formular 13750

Das Fahrzeug wird in der Zulassungsbescheinigung als Motortrike (L5e) eingetragen. Die Angabe L5e in der Zulassungsbescheinigung bestimmt die Art des erforderlichen Führerscheins und das anwendbare Versicherungsregime. Ein Fehler bei der Kategorie an dieser Stelle kompliziert alles danach.

Offizielle Dokumente zur Homologation und Konformitätsbescheinigung für ein Trike in Frankreich

Technische Kontrolle und Versicherung: Zwei oft vernachlässigte Verpflichtungen bei einem Trike

Ein in L5e homologiertes Trike unterliegt der periodischen technischen Kontrolle, wie jedes motorisierte Fahrzeug dieser Kategorie. Die erste Kontrolle erfolgt innerhalb der gesetzlichen Fristen nach der ersten Inbetriebnahme. Man geht in ein zugelassenes Zentrum für Fahrzeuge der Kategorie L.

Was die Versicherung betrifft, so ist ein Trike aus Sicht der Versicherer weder ein Motorrad noch ein Auto. Einige Motorradverträge decken L5e-Trikes ab, andere nicht. Man muss überprüfen, ob die Garantie ausdrücklich die Fahrzeugkategorie erwähnt, wie sie in der Zulassungsbescheinigung angegeben ist. Ein nicht homologiertes oder falsch kategorisiertes Trike kann im Schadensfall ohne Versicherungsschutz dastehen.

Fahren ohne Homologation: die konkreten Risiken

Mit einem Trike ohne RTI und gültige Zulassungsbescheinigung zu fahren, führt zur sofortigen Stilllegung des Fahrzeugs durch die Ordnungskräfte. Das Fehlen einer Homologation führt auch zur Nichtigkeit des Versicherungsvertrags, was den Fahrer persönlich für alle verursachten Schäden verantwortlich macht.

Der administrative Weg eines Trikes in Frankreich bleibt anspruchsvoll, aber jeder Schritt schützt sowohl den Fahrer als auch die anderen Verkehrsteilnehmer. Die technische Akte im Voraus mit einem Fachmann oder einem dokumentierten Kit zu erstellen, vermeidet die meisten Hin- und Rückwege mit der DREAL, und oft entscheidet sich hier der Erfolg des Projekts.

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